KÖLN MARATHON 7.10.2018

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Im Frühjahr erlief ich mir beim Ober-Elbe-Marathon einen Freistart für den Marathon in Köln. Auch wenn der längst gebuchte Berlin Marathon nur 3 Wochen vorher stattfindet, ist klar dass ich das Ticket nicht verfallen lassen kann.

Auf geht's am Samstag mit dem Flieger an den Rhein. Meine Startunterlagen habe ich mir bequem nach Hause schicken lassen. So ist am Nachmittag noch Zeit für einen Bummel durch die Altstadt. Herrliches Wetter locken unzählige Besucher an Rhein und den Dom, neben dem schon fleißig am Zieleinlauf gewerkelt wird. Gemütlich esse ich die obligatorische Pasta, bevor ich mich zeitig schlafen lege. Meine Laufbuddies fehlen mir, und so richtig sicher bin ich mir nicht mehr, ob ich tatsächlich schon wieder 42 km laufen will. Aber Versuch macht klug und kneifen gibt's nicht.

Der erste Schreckmoment am nächsten Morgen um 8 Uhr. Im Hotel kein Personal und auch kein Frühstück in Sicht. Dazu Kälte und Nieselregen. 10 min später darf ich endlich was essen. An sich kein Problem. Aber ich will ja pünktlich los. Auf dem Weg das nächste Problem in Form eines riesigen Läuferfeldes zwischen mir und meiner Straßenbahn. Der Halbmarathon wurde bereits um 8:30 gestartet. „Se komm hier nich rübber“, ist die Aussage vom Ordner. Ich finde zum Glück eine U-Bahn Station und kann unten durch. 9:10 Bin ich im Startbereich....Toilette, ohne Worte. Schnell umziehen und meinen Kleiderbeutel verladen lassen. Pünktlich um 9:45 stehe ich in eine Rettungsdecke gehüllt in meinen orangen Startbereich. Der Regen hat aufgehört. Aber ich friere. Ich war auf warmes Wetter eingestellt und habe kurze Laufsachen dabei.

Endlich geht's los. Der erste Kilometer ist langsam. Ich kann mich nicht frei laufen da die Strecke an beiden Seiten mit Gittern gesichert ist. Ab km 2 wird es besser und ich kann mein Tempo laufen. Jetzt erstmal warm laufen. Das klappt ganz gut. Die ersten 10 km sind rasch runter gelaufen. Meine Uhr und Zeit sind mir heute völlig egal. Ich will einfach nur gut durchkommen, und denke nicht mal an den Blick auf die Pace. Die Stimmung an der Strecke ist super. Immer wieder Bands und jubelnde Zuschauer. Die Streckenführung ist teilweise etwas langatmig, da immer wieder Schleifen gelaufen werden, so dass man Kilometer hin und wieder zurück muss. Trotzdem vergeht die Zeit schnell und die erste Hälfte habe ich gut hinter mich gebracht. Zeitgleich mit den Marathonis sind Staffeln gestartet. So mischt sich auf kurzweilige Art das Läuferfeld immer wieder neu.

Ab Km 30 merke ich dann den kurzen Abstand zum Berlin Marathon. Ab km 35 tun die Beine richtig weh. Aber jetzt ist richtig Action an der Strecke und ich lasse mich einfach weiter tragen. Kopf aus und einfach laufen. Ich denke nur noch in einstelliger Restkilometerzahl und so ist bald der Dom wieder in Sicht. Nochmal vorbei an unzähligen Kneipen, Bäckereien und Restaurants. Rasch noch über den roten Teppich marschiert und rein ins Ziel. Hier der typische Griff um die Uhr zu stoppen. Die gratuliert mir zur neuen Marathon Bestzeit 3:47:19.....Gibt's doch nicht. Ich freue mich ungläubig und tapse weiter zu meiner Medaille und der guten Hinterzielverpflegung.

Klasse Lauf in einer tollen Stadt. Danke Köln.

Kommentare 2

  • Super gemacht

    • Danke mein Sohn😘. Das fällt dir ja zeitig ein😂

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