
1:3 (1:1)
Zum Auftakt in die neue Saison der Kreisliga A empfing der Wartenberger SV die zweite Mannschaft von Berolina Stralau. Nach dem eigenen Aufstieg wartete direkt ein ambitionierter Gegner, der in der Vorsaison nur knapp den Sprung in die Bezirksliga verpasst hatte und auch in diesem Jahr den Aufstieg fest im Blick hat.
Herausfordernde Ausgangslage für Wartenberg
Trainer Guido Seifert musste erneut auf einen stark reduzierten Kader zurückgreifen. Urlaube, Krankheiten und Verletzungen ließen die Auswahlmöglichkeiten schrumpfen – besonders in der Innenverteidigung, die in den bisherigen fünf Spielen (drei Testspiele, ein Pokalspiel und nun der Ligastart) bereits zum fünften Mal neu besetzt werden musste. Die fehlende Konstanz im Zentrum war spürbar und prägte den Verlauf der Partie.
Spielverlauf – Vorsicht, Fehler und lange Bälle
Wartenberg agierte im eigenen Spielaufbau zu vorsichtig und zugleich fehleranfällig. Die geplante Spielidee konnte über die gesamte Spielzeit kaum umgesetzt werden. Statt kontrollierter Ballzirkulation prägten viele lange Bälle das Offensivspiel. Die Gäste aus Stralau zeigten sich taktisch reifer, nutzten Räume besser und setzten mit konsequentem Pressing immer wieder Druck auf die Wartenberger Hintermannschaft.
Führungstreffer durch Rückleben – Ausgleich kurz vor der Pause
Trotz der schwierigen Phase gelang dem Wartenberger SV die überraschende Führung. In der 31. Minute kombinierte sich Justin Rückleben nach einem klugen Doppelpass mit Moritz Marquardt durch die Abwehrkette und vollendete aus spitzem Winkel präzise ins lange Eck zum 1:0.
Die Freude hielt jedoch nicht lange. Neun Minuten später führte ein missglückter Klärungsversuch zu einem Eigentor von Tyco König – der verdiente 1:1‑Ausgleich für Stralau. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit – Stralau nutzt die Fehler
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Wartenberg mit zu vielen Ungenauigkeiten, Stralau geduldig und wachsam. In der 59. Minute traf Shabu Asead aus der Distanz zum 1:2, wobei Torwart Marvin Waehnelt unglücklich aussah.
Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Max Wagner sah Gelb‑Rot. Die Entscheidung des Schiedsrichters wirkte über die gesamte Spielzeit wenig konsequent und sorgte häufig für Unverständnis, änderte aber nichts an der Unterzahl.
Schlussphase – Mut ohne Belohnung
Trotz Rückstand und dezimiertem Team gab sich Wartenberg nicht auf und versuchte in den Schlussminuten mehr Risiko zu gehen. Der Einsatz wurde jedoch nicht belohnt – im Gegenteil. In der 83. Minute erzielten die Gäste das 1:3 und damit den Endstand.
Fazit
Die Niederlage geht insgesamt in Ordnung. Wartenberg muss die Partie reflektieren, die Fehler im Spielaufbau reduzieren und die erforderlichen Abläufe wieder in den Fokus zu rücken. Die erste Erfahrung in der Kreisliga A ist gemacht – nun gilt es, die Entwicklung schnell wieder in eine positive Richtung zu lenken.
Ausblick
Am kommenden Sonntag um 12:30 Uhr steht das Pokalspiel wieder in der Prendener Straße gegen den Bezirksligisten Victoria Friedrichshain an. Die Hoffnung liegt darauf, dass sich die Kaderbreite verbessert und die Mannschaft ein mutiges, stabileres und spielerisch besseres Duell liefern kann.